Schlussapplaus für den Kleinen Prinzen
(Produktion 2007)

Am Samstag, 20. Oktober war die Derniere vom Kleinen Prinz. Wieder einmal war der Saal im Landenberghaus bis auf den letzten Platz besetzt. Die Schauspieler, in aufgeräumter Stimmung, haben noch einmal alles gegeben. Nach dem lang anhaltenden Schlussapplaus fiel mit dem symbolischen letzten Vorhang auch ein leichter Schleier von Wehmut über die Truppe. So schön war es, miteinander das Stück zu erarbeiten, so stolz war man auf das erschaffene Werk, so erfolgreich ist es beim Publikum angekommen! Nun fällt dieses Team auseinander. Ein Traum ist ausgeträumt. Wer das nächste Mal dabei sein wird, ist noch ungewiss. Und es dauert noch elf Monate, bis es wieder heisst: Bühne frei für die Schatulle!

Etwa 2500 Gäste haben die 16 Vorstellungen besucht. Die Kommentare waren überwältigend und priesen neben der Regie, dem „genialen“ Bühnenbild, den exzellenten Leistungen aller Schauspieler besonders auch das Spiel des 11-jährigen Dino Willdi. In der Tat hat der Jungschauspieler die hohen Erwartungen voll erfüllt. Er verhielt sich auf der Bühne wie ein Routinier, der auch bei Verhaspelungen in seiner Rolle verblieb und sich allein wieder aus der Situation zu retten wusste.

Die Dernierefeier für die Mitwirkenden konnte erst beginnen, als das zur Theaterbeiz umdekorierte Foyer nicht mehr so randvoll war, wie jeden Abend, so dass wenigstens die Beteiligten sich einen Platz ergattern konnten. Nun galt es, Geschenke zu verteilen und zu danken: Udo van Ooyen für die feinfühlige Regie, den Schauspielern, die seit rund 10 Monaten im Einsatz waren, sowie allen, die neben und hinter der Bühne zum guten Gelingen beigetragen haben. Auf 10 Darsteller (und eine Aushilfespielerin) haben wir 44 Helfer gezählt. Auch wenn Helfer-Spieler teilweise in einer Person agierten, erklärt das Verhältnis 1: 4, wie essentiell im Theater die Arbeit hinter den Kulissen ist. Auch hier kann man je nach Bereich sein Talent einbringen. Mithelferinnen, Handwerker, Techniker, Bastlerinnen, Näherinnen, Werber, Organisatoren, Musikerinnen, Macherinnen jeder Art sind bei der Schatulle herzlich willkommen. Wie man sich so mit dem Theatervirus infizieren könnte, erfährt man auf der Homepage www.schatulle.ch.

Nach dem Abfeiern bis nach Mitternacht ging es am nächsten Tag schon ans Aufräumen. Wegen des Abstimmungs-Apéros am Sonntag konnte damit nicht vor 14 Uhr begonnen werden. Nach nur knapp vier Stunden war alles sauber geputzt und weggeräumt: das aufwändige Bühnenbild, die Vorbühne, die Requisiten, die vielen Meter Kabel, die Elektroinstallationen, die Kostüme, die Garderobe, der Schminkraum, das Foyer Dekor, die Gastro-Theke, die Kühlschränke, das Getränkelager, die Kasse, die Beschilderung, die Bestuhlung... Es sah aus, als wäre die Schatulle nie im Landenberghaus gewesen. Auch dieses kleine „Wunder“ ist nur dank vieler helfender Hände geschehen.

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