Ein komisches Talent

Eine brandaktuelle Komödie von Alan Aykbourn zum Thema künstliche Intelligenz 

Die Dreharbeiten zur Krankenhaus-Serie "Herzen in Weiß". Folge 2438. Schauspieler sind inzwischen durch Schauspiel-Roboter ersetzt worden, sogenannte Aktroiden. Wenn die Einschaltquote sinkt, werden ihnen mehr Tränen einprogrammiert. Den Rest machen die Roboter. Es ist eben nur dritte Fernseh-Liga. Aber manche Roboter stürzen ab, das heißt, sie entwickeln echte Gefühle. JCF31333, genannt "Jacie", hat einen solchen Programmierfehler. Der Drehbuchautor Adam sieht darin ein echtes komisches Talent und fühlt bald mehr als nur professionelle Wertschätzung für Jacie. Heimlich bringt er Jacie alte Comedy-Standards bei, verliebt sich in sie und will sie in sein reales Leben integrieren. Für die Wirklichkeit eigentlich nicht ausgerüstet, entpuppt sich Jacie dabei mit ihrer künstlichen Intelligenz als weitaus menschlicher als ihre Schöpfer ... Maschinen geraten ausser Kontrolle und stellen sich plötzlich existenzielle (menschliche) Fragen - eine Anfrage auch ans Publikum. Wer zeigt in dieser Beziehung mehr Menschlichkeit, die Roboter oder ihre Programmierer? Ayckbourn schafft es flockig leicht auch noch eine Meta-Ebene mitschwingen zu lassen. Das Stück wurde 1998 geschrieben und in London uraufgeführt.

Eine bissige Satire auf die Mechanismen der Unterhaltungsindustrie und eine Hommage an die Komiker längst vergangener Tage wie Buster Keaton oder Laurel und Hardy. "Wie alle vielschichtigen Komödien ist Ein komisches Talent voll von überschäumendem Gelächter und befreiender Ernsthaftigkeit." (Sunday Times)

Deutscher Theaterverlag GmbH
Grabengasse 5, 69469 Weinheim

Regie von Claudio Schenardi